Kinderzimmer organisieren

Erreichen Eure Kinder das Grundschulalter, werdet Ihr feststellen, dass die Spielsachen für viele Jahre aktuell bleiben und Mama weniger entrümpeln kann. Auf keinen Fall solltet Ihr etwas gegen den Willen Eurer Kinder spenden oder verkaufen, mag doch das Kinderherz an dem Spielzeug hängen. Ab 6 Jahren könnt Ihr die Kinder fragen:  „Welche acht von diesen zehn Plüschtieren/ Puzzles/ Brettspielen möchtest Du behalten?“. Immer in überschaubaren Menge und immer ein Thema pro Entrümpelungsaktion. Oder man tauscht: „Wir verkaufen zehn Deiner Bücher bei XYZ und Du darfst Dir dafür ein neues Buch aussuchen.“ Abstrakte Fragen wie „Was kann weg?“ verstehen Kinder ebenso wenig wie Anweisungen a la „Räume Dein Zimmer auf.“

Höchstwahrscheinlich bleibt eine sehr große Menge an Spielzeug übrig, die es nun zu organisieren gilt. Prinzipiell solltet Ihr immer spenden und recyclen statt Systeme zur Organisation von überflüssigen Dingen zu kaufen.

Jedoch für das Kinderzimmer mache ich eine Ausnahme:

1. Große, luftdichte Plastikboxen für das „Ferienspielzeug“

Riesenhafte Trümmer wie den Vulkan zu den Dinos oder das Wohnhaus der Ghostbusters samt Zubehör habe ich nach Themen in Plastikboxen verstaut. Diese Boxen warten auf dem Dachboden bis zu den Sommerferien oder Winterferien und werden hervor gezaubert. So erscheint „alte“ Zeug wie neu und verstaubt nicht das ganze Jahr im Kinderzimmer.

2. Regale für Bücher und Puzzles

Ab dem Grundschulalter können die Kinder einzelne Wörter lesen und die Bücher können in Regale gereiht werden. Für das Kindergartenalter hatte ich die Bücher mit Cover nach vorne in Boxen hintereinander aufgestellt und man konnte die Bücher durchblättern. Die Bücher auf dem Boden zu stapeln sieht unordentlich aus und verhindert das Staubsaugen. Praktisch finde ich halbhohe Regale. So ist die Lektüre ohne Klettern erreichbar und fällt nicht auf den Kopf. Auf der Oberseite der halbhohen Regale bleibt Fläche zum Spielen.

3. Kleine Kisten statt große Kisten

Bisher fand ich große Kisten aus Seegras, Plastikeimer oder voluminöse Weidenkörbe toll, weil darin der Stauraum maximal genutzt wird. Nachteile: Die mittleren und unteren Schichten sieht man nicht. Man kann nicht „sortenrein“ trennen. Mein Sohn schüttet alles auf dem Boden aus, wenn er etwas sucht. Selbst ich kann mich nicht erinnern, was alles darin verstaut wurde.

Zukünftig werde ich ein paar kleine Boxen anschaffen. Idealerweise stapelbar. Darin werde ich „Flugzeuge“, „Autos“, „Brio- Schienen“, „Brio-Züge“, „Legoritter“, „T-Rex-Saurier“, „Raptoren“ et cetera nach Gruppen einlagern. Möglichst homogene Gruppen. Erst heute morgen konnten wir unter dem Schienenhaufen die grüne Brio- Lok nicht finden und kamen fast zu spät zum Schulbus. Drama, Baby, Drama! Die Familie kann leichter aufräumen und Sachen wiederfinden. Wer möchte, kann ein Foto oder symbolisches Bild auf die Box kleben, auf dem Inhalt abgebildet ist.

4. Kaputte Spielsachen wegwerfen

Beim Sortieren kommen Euch sicherlich einige zerbrochene Sachen unter die Augen. Der Lieblingsteddy darf auch total ausgezüllt bleiben. Andere kaputte Spielsachen können innerhalb eines Monats repariert werden oder sonst entsorgt werden.

Welche Ideen fallen Euch zum Organisieren des Kinderchaos ein?

 

 

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Vorteile des Minimalismus

Heute schreibe ich darüber, was es mir persönlich gebracht hat, weniger zu konsumieren. Passend dazu schaffte ich es heute endlich, einen konsumfreien Mittwoch einzulegen. Letzten Mittwoch habe ich Winterstiefel für meinen Sohn gekauft. Vorletzte Woche war in der Schulferienzeit ständig die Familie mit Brötchen und frischen Obst zu versorgen.

Weniger Arbeiten

Seit Jahren gebe ich bewusster Geld aus. Für Jahrzehnte sagte mein Vertrag: 40 Stundenwoche bei 45 Stunden Anwesenheitszeit. Es folgte auf eigenen Wunsch ein Testjahr mit einer 32 Stundenwoche, was sich nicht mit meinem Job vereinbaren ließ, und ich viele Überstunden aufbaute. Alternativ hätte ich die Arbeitsstelle wechseln, zukünftig interne Berichte verfassen und analysieren können und bei 32 Stunden bleiben. Aber ich liebe es, Kundenaufträge zu gewinnen. Somit habe ich mich endgültig für 35 Arbeitsstunden pro Woche entschieden. Mein Gehalt ist dauerhaft um 12,5% gesunken und anteilig auch das Weihnachtsgeld. Trotzdem möchte ich nicht auf eine höhere Arbeitszeit zurück wechseln. Ich habe nicht das Gefühl, dass ich auf etwas verzichten muss. Freitag kann ich mittags heimgehen, was bei 45 Stunden so gut wie unmöglich war. Die Freizeit ist unbezahlt aber für mich unbezahlbar wertvoll.

Nie wieder „pleite“

Gibt man weniger für unnötigen Konsum wie das zwanzigste Paar Schuhe oder das brandneuste Handy aus, dann bleibt mehr Geld auf dem Konto übrig. War früher nach einem Autokauf auf dem Sparbuch Ebbe, ist inzwischen genug für weitere Notfälle (Waschmaschine kaputt etc.) vorhanden. Nach etlichen Minimalismus- Jahren ist es mir gelungen, sowohl sechs Netto- Monatsgehälter als „Notgroschen“ als auch 3 x 1.000 Euro für unerwartete Reparaturen (je 1 x Haus, 1 x Auto Nr. 1 und 1x Auto Nr. 2) auf einem Extrasparbuch zur Seite zu legen. Dadurch lebe ich viel entspannter. Sollte der Job weg sein, wird nicht gleich der Kredit für das Haus oder der bisherige Lebensstil gefährdet.

Dazu könnt Ihr wenn Ihr wollt Folgendes lesen

Weniger Einkaufen- Meine Liste

Tagebuch für Bargeld- Ausgaben

Löcher im Geldbeutel

 

Umwelt schonen

Meine Schuhe trage ich, bis die Sohlen durchgelaufen sind oder die Socken oder Zehen heraus schauen. Unsere Elektrogeräte werden benutzt bis sie irreparabel kaputt gehen. Das Leben von Kühlschrank, Backofen (aus den 1980ern) und Geschirrspüler wurde inzwischen durch einen Fachmann mehrmals verlängert. Dadurch schone ich die Umwelt, weil unnötiger Müll durch eigentlich noch brauchbare Dinge vermieden wird. Nachteil wäre der höhere Stromverbrauch älterer Geräte.

Innere Ruhe

Vielleicht wäre ich in meinem fünften Lebensjahrzehnt automatisch ruhiger geworden, aber der Konsumverzicht weitete sich von den Dingen dann auf mein Freizeitverhalten aus.

Erst entrümpelte ich meinen Kalender sehr strikt und blieb fast jeden Abend zu Hause:

Kalender entrümpeln

Um anschließend festzustellen, dass mir das Leben wie eine Nonne doch zu langweilig wird. Jeden Monat plane ich ein einziges schönes Event für mich selbst. Diesen Monat war es die Nacht zum ersten September, als ich mit meinen Freundinnen Liv und Enya das Ende der Badesaison am Brombachsee feierte. Mit Party, Lasershow und Feuerwerk- nur wir drei Mädels. Der nächste „Freu- Dich- Tag“ ist der 2.Oktober, wenn ich meine erste Ukulele- Stunde haben werde. Ich lerne ein neues Instrument.

Freu Dich- Tag

Außerdem lehne ich jegliche Ehrenämter ab. „Frau „Shadow“, könnten Sie sich vorstellen dem Elternbeirat beizutreten?“ fragte mich die Schuldirektorin meines Sohnes. „Nein, ich arbeite nur gegen Bezahlung.“ lautete meine ehrliche Antwort. Darauf herrscht betretenes Schweigen im kompletten Schulcafe. Da müssen alle durch.

Durch die stark reduzierten und leicht ohne Kalender überschaubaren Freizeitaktivitäten kehrte in mir eine tiefe innere Ruhe ein.

Welche Vorteile bringt Euch der Minimalismus?

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8 Monate Kleiderfasten

Wieder ein konsumfreier Mittwoch vorbei…

In der Arbeit kein Geld auszugeben war einfach, als mir die Kollegin erzählte, dass der Eisautomat Zicken macht: „Anderes Produkt wählen.“ Was denn? Gibt nur Eis. Bei 31 Grad im Büro- eine Wand wurde zugemauert und die Lampen lassen sich wegen der Baustelle nicht mehr abschalten- ist mir die Lust auf warmen Kaffee vergangen. Eis dagegen – sehr verlockend.

Seit Januar habe ich keine Kleidung, Schuhe, Handtaschen, Schmuck, (fast keine, also nur zwei) Bücher und Zeitschriften für mich gekauft.

Niemanden interessiert es, was Ihr anhabt

Auf Klamotten- Shopping zu verzichten, fällt mir inzwischen leicht. Während ich im ersten Jahr „Kleiderfasten“ mich sorgte, ob den Kollegen auffällt, dass ich immer das selbe trage, so mache ich mir darüber keine Gedanken mehr. Die Kollegen haben nicht einmal bemerkt, als ich schnell nach dem ersten eiligen Meeting um 10 Uhr die Jeans zum Radfahren gegen die Anzughose getauscht hatte. „Ach, war doch auch dunkelblau, die Hose.“ Ausnahme vom Kleiderfasten: Perlonstrümpfe kaufe ich nach, sobald sie verschlissen sind.

Zeit sparen ohne Retouren

Jetzt im Herbst flattern unzählige bunte Kataloge mit Kleidung in das Haus. Ich bleibe meiner Devise „Nie wieder im Katalog bestellen“ treu, blätterte sie als Klolektüre durch und erfreue mich an den stimmungsvollen Bildern. Oder werfe sie ungelesen direkt vom Briefkasten in die Papiertonne. Ohne Bestellungen entfallen auch die Wege zur Post wegen Retouren.

Lieblings- Kleidung herausfinden und Rest spenden

Durch den heißen Sommer wurde mir klar, dass ich Sommerkleider weiter reduziren kann. All‘ die kurzen Kleidchen, die an diesen unendlich vielen Sommertagen im Schrank liegen geblieben sind, können definitiv in die Spende. Habe einfach keine Beine wie ein Topmodel. Hätte ich neue Sachen gekauft, wären die alten Sachen ungenutzt geblieben und ich hätte gedacht: „Das kann ich ja nächstes Jahr wieder anziehen.“ So hätte ich nichts ausgemistet.

Für den Casual Friday bei 30 Grad Celsius werde ich nächstes Jahr ein oder zwei bodenlange Maxikleider mit Ärmeln anschaffen. Im klassischen Dunkelblau. Meine vorhandenen langen Sommerkleider mit Spaghetti- Trägern finde ich nicht seriös genug. Ich probierte die Variante, darüber ein T- Shirt zu tragen. Doch das ist sehr schweißtreibend. Und wie meinte eine Kollegin: „Ärmellose Tops sehen an den zwanzigjährigen Praktikantinnen süß aus, aber bei uns Alten einfach Scheiße.“

Wenn das mal kein kreatives Schlusswort ist.

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Mein Ferienprogramm

Schon im Mai hatte ich darüber philosophiert, wie für mich die ideale Gestaltung der Ferien aussieht: Immer ein Tag Ausflug und einen Tag daheim: Ideen zur Urlaubsplanung

Das konnte ich im Sommerurlaub sehr gut umsetzen. Meine Familie und ich unternahmen viele Sachen:

Samstag: Festival „Lieder am See“ mit meiner Freundin Liv besucht: Lieder am See

Sonntag: Gleich tags darauf die Kollegen zum Segeln begrüßt: Segeln mit Kollegen

Mittwoch: Mit meiner Freundin Vera, ihren Töchtern und meinem Sohn einen schönen Strandnachmittag an der Donau verbracht: Kostenloser Tag am Strand

Freitag: Jens und ich feiern entspannt mit Bruce seinen runden Geburtstag, während unser Sohn mit der Babysitterin im Schwimmbad und zu Hause bleibt. Eine außergewöhnliche Feier mit gelungenen, kurzweiligen Programm für die 70 Gäste (Hufeisenwerfen, Wettlaufen auf Holzskiern über die Wiese, Bierkrug- Shuffle, Quiz, Gesangseinlage der Gäste,…). Der Gasthof grillte für uns, was das Herz begehrt. Von Würsten, Rindersteaks, Putensteaks, Cevapcici bis hin zu Grillkäse, Garnelen und Maiskolben.

Sonntag: Familienausflug zu dritt in den Zoo Leipzig. Die komplette Familie war vom Gondwanaland hin und weg. Wir fuhren mit dem Boot durch die Erdgeschichte und den Urwald. Sahen Fischkatzen, Tapir und Komodowarane. Kletterten über Hängebrücken durch den Luft. Folgten Dschungelpfaden zu Wasserfällen und Krokodilen. Die erlebnisreichste Zooanlage Deutschlands, finde ich.

Donnerstag: Familienausflug zu dritt zu meinem Wunschziel dem Königsee bei Berchtesgaden. Ein „einmaliges“ Ereignis: Ojemine, der Königsee

Ich hoffe, Ihr hattet schöne Ferien. Wenn Ihr tolle Ausflugstipps für Bayern habt, hinterlasst gerne einen Kommentar!

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Gartenarbeit mit Hindernissen

Motiviert durch den gestern veröffentlichten Beitrag nahm ich den „Müllberg“ aus herabgefallenen Ästen, abgeschnittenen Waldreben und Müll der Mountainbiker in Angriff.

Gnadenlos optimistisch wie ich bin, schätzte ich, dass die Beseitigung des Müllbergs 15 Minuten dauern wird. Es wurden einhundertfünfzehn Minuten daraus.

Bevor ich mit den Gartenabfällen anfangen konnte, zog ich Latex- Einweghandschuhe an, zupfte den Müll der Mountainbiker aus dem Ästehaufen und warf alles inklusive Handschuhe in die Restmülltonne. Vorarbeit Nr. 1 erledigt.

Jetzt fiel mir auf, dass ich die dicken Gartenhandschuhe- wichtig gegen Brennnesseln- im Haus vergessen habe. Abgeholt. Die Fleecejacke brachte ich gleich zurück. Erheblich zu warm heute. Wespen hatten begonnen, darin ein Nest zu bauen. Spricht für einen echt heißen Sommer, wenn ich länger nicht mehr die Gartenjacke anziehen musste.

Der einzige Gartensack war mit zu entsorgenden Wasserpflanzenarmen aus dem Teich und Ästchen aus dem Garten belegt. Erst einmal die Fuhre zum Kompostplatz oberhalb des Hauses geschleppt und ausgeleert. Vorarbeit 2 erledigt. Dabei musste ich über zwei armdicke Zweige klettern, die wegen der Dürre von der hundertjährigen Buche abgebrochen waren, und die ich kurzerhand über den Gartenzaun gewuchtet hatte. Nach dem Motto: Aus den Augen aus dem Sinn. Ja, zwar aus dem Sinn aber nicht aus dem Garten durch Zauberhand. Verrottung dauert länger als vier Wochen. Somit diese auch zum Komposteck geschleift. Vorarbeit 3 erledigt. Weg frei, ich komme.

Der Haselnussstrauch hat sich wohl meinen gestrigen Beitrag zu Herzen genommen und den Müllberg vergrößert. Zwei Stämme waren abgefault auf den Haufen gekippt. Diese zwei mussten erst weg, bevor ich mir die Zweige vornehmen konnte. Vorarbeit 4 erledigt.

Ihr seht schon, dass ich Zeit verplempere statt die eigentliche Aufgabe zu erledigen.

Absichtlich vergrößerte ich den Garten- Müllhaufen. Um Verwechslungen mit einem Plumpsklo in Zukunft zu vermeiden, fegte ich die Einfahrt von Laub und heruntergefallenen, ungenießbaren Früchten ordentlich sauber. Alles ab damit in den zugemüllten Graben. Außerdem wurden Giersch und Brennnesseln aus dem Weg herausgerissen. Den Kies zog ich zum Schluss quer zur Weg- Richtung glatt, dass man ihn glatt mit einem Zen- Garten verwechseln könnte. Vorarbeit 5 erledigt. Sieht gleich besser aus.

Den Gartenabfall trug ich in drei Schritten zum Kompost hoch. 1. Die großen Äste einfach unter beide Arme geklemmt. 2. Die luftigen, voluminösen Waldreben, ein wenig Kies und Erde in den Laubsack gefüllt. 3. Die Reste auf dem Boden aus Kies und Laub in den Gartensack mit den Händen geschaufelt. Dreimal gelaufen.

Zum Abschluss den Graben sauber gefegt, was eine weitere Sackladung an Laub und Unkraut ergab. Auf dem Boden des Grabens fand ich die Reste vom Sand wieder, den die Gemeinde bei Brunnen- Bauarbeiten warum auch immer aufgeschüttet hatte. Den Sand verteilte ich im Graben nach links und rechts. Hoffentlich halten es die Nachbarskatzen jetzt nicht für ein öffentliches Katzenklo 😉

Zum krönenden Abschluss wollte ich „schnell“ den Fußpfad zum Kompost von Laub sauber fegen. Die Kastanien sind vom „Rost“ befallen und verlieren bereits ihr Laub. Eigentlich Vorarbeit Nr. 6, damit ich nicht wieder auf dem Laub ausrutschte und auf dem Hinterteil den Hang hinunter rase. Kloing, bricht doch ein Teil des Rechens ab! Das abgebrochene Metallteil bringe ich zum Restmüll, damit sich vor dem Gartentor kein neuer Müllstapel bilden kann. Mit dem kaputten Fächer des Rechens, der sich nicht mehr auffächern lässt, beende ich den Putztag und der Weg glänzt wie frisch angelegt. Eine Belohnung für das Auge.

Und, welche Stolperfallen lauern in Eurem Garten ?

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Clutter begets clutter

„Clutter begets clutter“ schreibt so wunderschön Karen Kingston, die Minimalismus- Pionierin. Man könnte es mit „Gerümpel zieht weiteres Gerümpel an“ übersetzen oder freier „Aus kleinem Müllberg wächst ein immer größer werdender Müllberg“.

Als die vielen erfrischenden Sommergewitter durchzogen und die von meinem Mann geliebten „Gewöhnlichen Waldreben“ unsere Einfahrt zuwucherten, sammelte ich die abgebrochenen Äste und ein paar abgeschnittene Waldreben in einem Graben neben der Einfahrt zum Haus. Man kann erkennen, dass es hinter einem eingezäunten Grundstück liegt und der Carport befindet sich in Sichtweite. Aber kaum dass ich diesen Stapel „Clutter“ liegen ließ, bekam er ungebetene Gesellschaft. Mountain Biker (oftmals keine Naturfreunde, die den Waldboden mit ihren Reifen zerstören und die Rehe aufscheuchen) pinkelten daneben, warfen Taschentücher und Müsliriegelverpackungen hinzu.

Clutter begets clutter eben. Im sauber gefegten Graben hatte ich in den vergangenen zwölf Jahren niemals Taschentücher oder Müll aufklauben müssen.

Werde in meiner Urlaubswoche auf jeden Fall den Müllberg entfernen, damit er nicht weitere Ausmaße annimmt. Heute fällt konsumfrei zu bleiben leicht, denn in der vorwiegend katholischen Oberpfalz ist Feiertag.

Für Euch noch eine andere Idee zum Ausmisten: Geht doch die Sammlung Eurer Besen durch und werft bis auf einen einzigen alle weg !

 

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Kostenloser Tag am Strand

Wohnt man wie ich in der lieblichen Oberpfalz, ist der Weg zum Sandstrand weit. Zumindest, wenn man Salzwasser möchte.

Doch der Weg zur Donau, Naab oder Regen ist kurz und man zahlt weder Kurtaxe noch Eintrittsgelder oder Parkplatzgebühren.

Meine Freundin Vera und ich trafen uns am Parkplatz eines Supermarktes mit unseren vier Kindern. Sie drei, ich eins. Ich fuhr voraus bis zum Ortsende, wo man hinter dem Hochwasserdamm direkt an der Donau am Straßenrand parken kann. Dorthin findet niemand auf Anhieb. Es gibt tatsächlich Autos ohne Navis und ich wüsste nicht, wie der Feldweg heißt.

Plötzlich fielen ein paar dicke Regentropfen. Doch Vera war der Meinung: „Wenn wir schon einmal hier sind, schauen wir den Strand wenigstens an.“ Gesagt, getan.

Mit Badetaschen, aufgeblasenen Schwimm- Donut und bei 30 Grad Temperatur, zogen sich die 500 Meter Feldweg zum Strand ewig.

Angekommen waren alle freudig überrascht: Kaum Leute und tolle Anlage. Außer uns lediglich drei Badegäste. Die Gemeinde oder Freiwillige Feuerwehr hat nicht nur zwei gepflegte Sitzbänke sondern auch zwei große Holzplattformen installiert. Dazu eine Wespen- und Rattensichere Blechmülltonne. Klasse.

Eine Holzplattform nahmen wir in Beschlag und die Kinder konnten kaum warten, am Strand im Sand zu spielen. Dank des niedrigen Wasserstandes liegt besonders viel Sand am Ufer frei. Das Wasser hat im flachen Bereich Badewannentemperatur. Fi schwamm mit einer Meerjungfrauen- Flosse. Mein Sohn Thorger versuchte sie zu fangen: „Fische fangen!“  und zupfte an der Flosse. Oder warf Steinchen in das Wasser oder wühlte begeistert im Schlamm und Sand. Alle Kinder kletterten auf der vorgelagerten „Insel“ herum, einem Wall aus Granitbrocken und Erde, der den „Badebereich“ abgrenzt. Ste begeisterte sich für den Sandburgenbau und verzierte ihr Kunstwerk mit rosa Kleeblüten und Goldrute. Ein vorbeifahrender Frachter brachte es mit seinem Wellenschlag zum Einsturz.

Zwei Frauen kamen im Badeanzug vorbei, knoteten ihre Flipflops mit einer mitgebrachten Schnur am Badeanzugträger fest und ließen sie die Donau hinunter zurück zum Ort treiben. Drei weitere Damen hatten für den Schuhtransport extra eine Luftmatratze dabei. Witzig.

Die Wolken verzogen sich und die drei Mädels spielten friedlich Uno auf der Holzplattform. Meine Gummibärchen waren in der Hitze geschmolzen und wir konnten einen halben Meter lange Fäden ziehen. Selbst Thorger war müde und lag friedlich auf meinen Beinen und futterte Butterkekse. Warmes Limo schmeckt, wenn es nicht anderes zur Auswahl gibt.

Erstaunt stellte ich im Auto fest, dass wir fast drei Stunden am Strand verbracht hatten. Ohne dass Langeweile oder Gequengel aufkam.

Und zu meinem konsumfreien Mittwoch passte der heutige wunderschöne Ausflug zufällig auch!

 

 

 

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