In Symbiose mit der Ukulele

Die Weihnachtszeit ist ein guter Anlass, um anderen eine Freude zu bereiten. Und diese Überraschung kann sogar kostenlos sein.

Seit Oktober lerne ich an der Volkshochschule, die Ukulele zu spielen. Dieses Instrument ist eine Quelle der Freude für mich und andere Personen.

Jeden Tag nach der Arbeit spiele ich zu Hause zum „Runter- Kommen“ ein paar Lieblingslieder auf der Ukulele und übe neue Stücke. Nicht immer so sehr zur Freude der Familie, die beim Üben zuhören muss: „Ich komme mir schon vor, als würde ich in einer Hippie- Kommune wohnen, bei Deinem Geklimper.“

Anderen Leuten habe ich hingegen mit kostenlosen Konzerten eine riesige Freude bereitet:

Erstes Opfer war mein Patenkind, von dem ich zum Geburtstagsfrühstück in einem Cafe eingeladen war. Die Ukulele hatte ich parat und als er das Cafe betrat, schmetterte ich voller Hingabe „Happy Birthday“. Er war so perplex, dass er fragte: „Bin ich gemeint?“ und mich im ersten Moment gar nicht erkannte. Natürlich hat er sich im Nachhinein sehr gefreut.

Mein nächstes Konzert fand daheim bei meinen Eltern statt. Papa brummelte begeistert die Lieder von Reinhard Mey mit und ich konnte eine neue Seite an ihm entdecken, als er sagte, dass er Fan von Reinhard Mey sei. Mama weinte sogar vor Rührung, weil ich so gefühlvoll mein Lieblingslied „When all is said and done“ aus dem Abba- Musical vortrug. Meine Gesangsstunde wäre ein Ereignis voller Freude und Entspannung für die beiden gewesen- nach den vielen Krankenaufhalten der letzten Monate. Ich bekam sogar meine erste Gage!

Dritter Auftritt von „KerstinUndShadow“: Am Ende der Abteilungs- Weihnachtsfeier fragte ein Kollege, ob ich nicht ein Weihnachtslied vortragen möchte. Gerne! Dazu hatte ich die Ukulele schließlich mitgebracht (und damit niemand das Auto im Parkhaus aufbricht und die Ukulele stiehlt.) Zum Warmsingen gab ich  „When all is said and done“ zum Besten. Danach stimmten einige Kollegen bei „Mary’s Boy Child Jesus Christ“ von Boney M. mit ein. Ein gelungener Ausklang unseres Abends beim Italiener. Der Gastwirt schloss nach meinem Vortrag sein Restaurant für diesen Tag. Ich hoffe, es gibt keinen Zusammenhang!

Nächsten Sonntag kommt meine Tante mit ihrer Gitarre zu meinen Eltern und wir werden gemeinsam Weihnachtslieder singen. Ich habe acht Liedtexte vierfach kopiert- Kosten: 2,56 Euro im Copyshop. Alle Beteiligten freuen sich auf das Ereignis.

Womit könnt Ihr Eure Freunde überraschen? Selbstgemachte Marmelade mit Zimt- oder Vanillegeschmacksnoten? Einen Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt ausgeben?

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Reste verbrauchen

Das Kalenderjahr neigt sich dem Ende zu. Das Neue Jahr möchte ich mit einem leeren Vorratsschrank und frischen Sachen beginnen.

Daher habe ich angefangen, konsequent Reste und Ladenhüter aufzubrauchen:

  • Die geschenkten Zahnpasta- Minituben vom Zahnarzt verwenden. Bis zum nächsten Urlaub ist es weit.
  • Das Zitronenduschgel meines Sohnes verbraucht, der nun lieber Himbeerduft mag.
  • Puddingpulver mit getrockneten Kirschen als Hauptspeise- super für mich Naschkatze
  • Cornflakes zum Frühstück, die niemand essen mag.
  • Zarte Haferflocken als Müsli, die wir im Sommer für unseren Sommerkuchen „Johannisbeer- Baiser“ benutzen.
  • Instant- Espresso in Beutelchen mit in die Arbeit genommen und dort aufgebrüht statt Kaffee im Kiosk zu kaufen.
  • Mittwoch zum kaffeefreien Tag erklärt und den ollen Kirschtee in rauen Mengen vertilgt.
  • Thunfischfilets pur an die Katzen verfüttert. Die haben vor Begeisterung ein Lied miaunzt.
  • Gemüse aus der Tiefkühltruhe als Beilage gekocht und nur Fleisch für die Männer gekauft.

Die letzten Samstage war ich ohne die Familie im Supermarkt und kaufte nur Lebensmittel, die auf dem Einkaufszettel stehen. Somit wandern auch keine „Das- könnte – man – mal- brauchen“- Artikel in den Einkaufswagen, die anschließend daheim im Schrank verstauben.

Im Vorratsschrank stehen acht kleine Dosen Kokosmilch und eine Packung Milchreis. Daraus werde ich nächste Woche Veganen Milchreis mit Kardamon und Rohrzucker zaubern. Klingt jedenfalls lecker.

Und aus dem restlichen Rum werde ich Likör für selbstgemachte Weihnachtsgeschenke herstellen. Oder vielleicht mag jemand Grog?

Welche Ideen habt Ihr, um Vorräte aufzubrauchen? Auf Eure Kommentare freue ich mich.

P.S.: Nachtrag zum Milchreis: „Das sieht aus wie Tapetenkleister.“ „Hast Du Popel gekocht?“ Ich habe vier Tage lang alleine Milchreis gegessen.

 

 

 

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Leitungswasser trinken- auch im Büro

Im Juli schenkte mir meine Mutter eine hübsche, türkis- farbige Trinkflasche, damit ich im Jahrhundertsommer immer etwas zu trinken in der Handtasche habe.

Seitdem benutze ich die Flasche anderweitig. Im Büro hole ich darin mehrmals täglich Leitungswasser aus der Gemeinschaftsküche. Leitungswasser ist mein neues Bürogetränk.

Dadurch spare ich zirka 300 Euro im Jahr. 200 Arbeitstage x 2 Flaschen Wasser x 0,75 Euro Kioskpreis. Noch besser: Es werden 400 Plastikflaschen weniger produziert. Und das für eine einzige Person.

Die Flasche hat einen praktischen Schraubverschluss und kommt jedes Wochenende in den Geschirrspüler, damit sie richtig sauber wird. Einziges Manko ist das Volumen von nur 0,3 Litern. Einen halben Liter Fassungsvermögen fände ich ideal.

In der Cafeteria wurden in der Firma endlich die Einweg- Pappbecher abgeschafft. Die fleißigen Arbeiter können Geschirr aus dem Büroküchen mitbringen oder einen Kaffeebecher To- Go mit Deckel für sieben Euro kaufen.

Wie könnt Ihr Plastikmüll vermeiden?

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Hexen- Besen

Nachdem ich alte Hexe zwei Strohbesen zu Klump geritten hatte, wurde es Zeit sie auf dem Recyclinghof zu entsorgen.

Spaß beiseite: Im vorigen Beitrag hatte ich vorgeschlagen, dass Ihr Eure kaputten Gartengeräte entsorgen sollt.

Auf dem kleinen, nächstgelegen Dorf- Recyclinghof wurden die drei Besen und der Rechen nicht angenommen. Ich solle sie zerbrechen und in die Hausmülltonne werfen. Na, für diese Aktion bräuchte ich wirklich magische Kräfte. Die Stiele lassen sich höchstens zersägen. Doch dann ist die Tonne voll.

Der städtische Recyclinghof half mir weiter. Die Besen durften in die Sperrmüllbox und der Rechen zum Altmetall.

Für Recycling braucht man Geduld!

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Gartenarbeit als Flow- Erlebnis

Letzten Sonntag sah ich einen Beitrag über Waldbaden. Damit man dieses Mode- Hobby ausüben darf, muss der Wald ein „Zeugnis: Waldbadetauglich“ erhalten. Also echt jetzt? Der Zeugniswahn in Deutschland nimmt wirklich surreale Züge an. Verleihe hiermit den Buchen, „Ahörnern“, Linden, Eichen und Kiefern in meinem Garten das Zertifikat „Erholungstauglich“.

Gleich drei Tage durfte ich im Garten verbringen. Freitags nach dem Homeoffice, samstags und sonntags nach dem Mittagessen in Schneeregen- Pausen. Es braucht nicht viel, um glücklich zu sein. Gartenarbeit an der frischen Luft reicht vollkommen.

Der Sturm Fabienne hatte eine Weide mit einem Mantel aus Waldreben umgepustet, die Birke abknicken lassen, einen Buchenteil und weiteren Weidenteil absplittern lassen und einen Haselnuss- Riesenstrauch zerstört.

Für die Weide mussten Profis mit einem Kran kommen. Gute fünf Stunden brauchten zwei Facharbeiter, um die Weide, den Hasel und die Waldreben in drei Fuhren weg zubringen. Dumm nur, dass der Baum auf meinem Privatgrundstück stand und ich den Spaß selbst zahlen musste. Die Fachleute leisteten sehr, sehr ordentliche Arbeit und putzten unsere Einfahrt so sauber wie es auf die Schnelle möglich ist. Ich drückte ihnen dazu Rechen und Besen in die Hand. Blieb für mich „nur“ die Feinarbeit übrig. Die zerbröselten Waldreben und zerschmetterten Ästchen hatte ich als zwei Berge neben der Einfahrt aufgetürmt. Den letzten davon nahm ich mir am Freitag nach dem Homeoffice vor. Damit auch im Carport wieder „klar Schiff“ (mein Blogmotto) herrscht, schleppte ich anschließend die dicken, brennbaren Weidenäste in das Holzstadel hoch. Sie mit der Spaltaxt zu spalten, überlasse ich meinem Schatz. Männerarbeit, finde selbst ich Emanze. Entspannung stellte sich nicht ein, weil ich mit einem Auge immer nach dem Schulbus meines Sohnes schielte und die Uhr drängte.

Die abgeknickte Buche hatte mein Mann mit der Kettensäge in überschaubare 1- 2 Meter lange Teile zersägt. Diese nahm ich mir am Samstag vor. Allein daheim, hatte ich alle Zeit der Welt. Ganz medidativ klemmte ich jeweils zwei große oder drei kleinere Äste unter die linke und rechte Achsel. Wie ein Gorillaweibchen schleifte ich die Trümmer zum „Komposthaufen“ durch den Wald und wirbelte gehörig Laub auf. Der Turm aus Zweigen reichte mir anfangs bis zum Kinn. Er schien nicht schrumpfen zu wollen. Trotzdem trottete ich weiter in Endlosschleife mit Zweigen durch den Wald. An der regenfrischen Luft setzte die Entspannung ein. Waldbaden ganz ohne offizielles Zertifikat und Waldbade- Bademeister. Es kam mir vor, als wäre der Kopf komplett leergefegt. Der Körper angenehm warm wie nach einer Yogastunde durchblutet. Als ob ich neben mir selbst stehen würde. Schön. Irgendwann- nach 140 Minuten- war der Turm aus Zweigen verschwunden. Die Reste ergaben einen Laubsack voll. Das herabgefallene Laub fegte ich kurzerhand den Hang hinunter. Da ist es in guter Gesellschaft weiterer hunderter Blätter.

Sonntags schneite es zum ersten Mal! Wunderbar! Mittags wollte ich ursprünglich den gestern verursachten Laubhaufen am Hang wegschaufeln. Die Stelle sieht man aber vom Haus aus nicht.

Mein Tipp für Euch: Macht erst die Flächen und Beete sauber, die man vom Haus aus sehen kann. So scheint der Garten zumindest ordentlich auszusehen.

Ich fegte zwei Berge aus Laub unter der Schaukel meines Sohnes zusammen. Sogar gut, dass die Blätter regennass waren, dann fliegen sie nicht weg und haben weniger Volumen. Sack um Sack trug ich zum Komposthaufen den Hang hoch. Kam mir vor wie eine Bergziege- nur nicht so trittsicher. Gartenstück Nummer zwei, das ich zu 80-90% laubfrei legte, war die obere Terrassenhälfte, auf die morgens mein erster Blick aus dem Schlafzimmer fällt.

Ein weiterer Aufräumtipp: Etwas optisch ansprechend arrangieren, z.B. Sofakissen, um das I- Tüpfelchen zu setzen.

In meinem Fall schnappte ich den Rechen. Ich rechte die Rampe und Waldtrampelpfad frei, der zum Komposthaufen führt. Der schwarze Waldboden riecht herrlich erdig.

Nach einer ausgiebigen heißen Dusche fühlte ich mir erholt wie nach einem Wochenende am See.

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Küchenutensilien

Habe gerade mit einer Kollegin geplaudert, wie wunderbar doch ausmisten und Ordnung ist. Sie sagte, dass sie in der Küche alles doppelt hat. Zwei Haushalte wurden zusammengelegt.

Darauf hin ist mir eingefallen, was ich noch ausmisten könnte: Fünf Pfannenwender und drei Holzlöffel zum umrühren braucht keine Familienküche.

Tragt doch all Eure Kochutensilien wie Pfannenwender, Suppenkellen, Schöpflöffel zusammen. Von jede Sorte darf nur eines bleiben, den Rest könnt Ihr verschenken oder recyceln! Sofort habt ihr eine tolle Übersicht in der Schublade.

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Erlebnis und Ergebnis Flohmarkt

Letzten Samstag fand wieder der Kinderbasar im Nachbarort statt. Der Fußballverein hat pro Stand einen Biergartentisch und eine Biergartenbank aufgestellt, vorab die Standgebühr kassiert und die Nummer mittels Lageplan vergeben. Perfekt geplant und organisiert. Es gibt also wirklich keinen Grund zu drängeln. Trotzdem lauern eine Stunde vor Beginn in der Kälte schon die ersten Mütter mit ihren Kartons voller Waren vor der Halle. Als das Tor eine halbe Stunde vor Verkaufsbeginn öffnet, drängeln und schubsen die Verkäufer als gäbe es etwas umsonst. Wozu?

Ich trinke derweilen einen Becher Kaffee in der angeschlossen Cafeteria.  Fünf Minuten später laufe ich zum Auto, schnappe meine vier Körbe und trage alles durch die leeren Gänge zu meinem reservierten Tisch. Derweilen läuft schon der heimliche Wettbewerb: „Wer hat am schnellsten seine Sachen aufgebaut?“ Ein Erlebnis.

Nach jedem halbjährlichen Flohmarkt spende ich unverkaufte Kleidung und Schuhe für Afrika. Mein Sortiment ist recht übersichtlich und beschränkt sich auf eine oder zwei Kleidergrößen. Dadurch verkaufe ich oft gleich alles an die passende Kundin. Super Trick!

Heute ist kurioserweise der erste Verkauf eine Ohnmacht- sichere Rettungsweste für Kinder von 20-40 kg. Die Frau freut sich über den fairen Preis von 10 Euro. Auf Verkaufsplattformen wird ab 20 Euro angeboten. Drei Freundinnen kaufen jeweils ein Kinderbuch aus der Reihe „Wieso? Weshalb? Warum?“ für jeweils 2 Euro und schon habe ich innerhalb der fünf Minuten 16 Euro eingenommen.

In den nächsten drei Stunden kommen weitere 30 Euro dazu. Der Umsatz summiert sich auf rund 50 Euro. Ein tolles Ergebnis! Mein Sohn bekommt das Geld für sein Sparschwein.

Das unverkaufte Kinderzelt und die Babybadewanne bringe ich am nächsten Tag auf den Recyclinghof.

Von einer Autoladung „Gerümpel“ bleibt eine halbe Kiste Spielsachen übrig, die ich in den Keller bringe. Mit dieser Ausmist- Aktion bin ich äußerst zufrieden.

Also, los geht es! Schließt Euch an und verkauft drei große Dinge über das Internet! Und bei Misserfolg bringt Ihr die Sachen nach vier Wochen auf den Recyclinghof!

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