Dienstagschallenge: Houdini

Schon am Montag sah ich mich einer ungeplanten Dienstagschallenge gegenüber. Ich lasse den Skoda mit laufenden Motor vor dem Altkleidercontainer stehen und werfe einen Sack voll T-Shirts ein.

„Klack!“ tönt das Auto unheilvoll und alle Türen und Kofferraum sind verschlossen. Der Schlüssel und die Handtasche innen. Ich stehe außen – ohne alles. Dumm gelaufen.

Innerhalb einer Minute schickt mir ein Schutzengel, das Schicksal, wer-auch-immer einen Helfer vorbei. Ein „Enkel“ aus Berlin ist mit dem Opa auf Radtour von Bad Abbach nach Regensburg. Denn seine Oma ist dort zur Kur. Der Enkel leiht mir sein Handy und ich rufe eine Notruf- Nummer an. Der freundliche Gesprächspartner teilt mir mit, dass er zwei Beamte vorbeischicken wird. Ich solle warten.  Na hatte auch nicht vor, in der Mittagshitze eine Stunde nach Hause zu laufen.

Der Enkel erzählt mir begeistert, dass er auf YouTube angeschaut hat, wie in Sekundenschnelle Autos aufgebrochen werden. Was die Jugend so interessiert?! Voller Vorfreude auf eine Livevorführung warten wir auf die Beamten. Doch nach 20 Minuten Wartezeit schicke ich den Enkel und den Opa weiter und brate alleine in der Sonne vor mich hin.

Nach einer guten Stunde kommt endlich das Einsatzfahrzeug und verneint meine Bitte, das Auto aufzubrechen: „Wir sind vom Staat. Wir brechen keine Fahrzeuge auf.“ Dafür telefoniert er mit der Skoda- Pannenhilfe, die mir in frühestens in einer Stunde jemanden schicken könnten. Wegen der Ferienzeit sei Land unter bei ihnen. Tja, bis dahin wäre sicher der Tank leer und ich ohne Diesel vor dem nächsten Problem.

Widerwillig erklären die zwei Beamten bereit, mich die 4 km nach Hause zu fahren. Von dort hole ich den Ersatzschlüssel. Sie wollen, dass ich mit dem Rad zurück zum Auto fahre. Tja, Jungs, ratet mal wo wohl der Schlüssel für das Fahrradschloss ist? Genau, in der Handtasche im Auto.

Also werde ich wieder zum Auto zurück chauffiert. Vielen Dank für Eure Hilfe!

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Minimalistisch Koffer packen – in Modulen

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Naturschutzgebiet „Bug“ auf Rügen

 

Gerne würde ich jetzt bloggen oder behaupten, dass wir zu dritt mit nur einer Reisetasche und meiner Handtasche für eine im Urlaub waren. Stimmt leider nicht. Der Kofferraum war bis zur Oberkante gefüllt. Die weiche Stoff- Reisetasche als Passagier auf dem Rücksitz angeschnallt. In die Handtasche hatte ich die Buchungsbelege für die Unterkunft gesteckt, sodass sie schnell greifbar sind.

Damit kein einziges großes Durcheinander entsteht, habe ich in Modulen gepackt. Dazu braucht ihr nichts Neues kaufen, sondern nehmt einfach Tüten und Körbe, die ihr eh daheim habt.

Modul 1: Fresskorb

Den Kühl- und Gefrierschrank haben wir vor der Abreise komplett leer gefuttert. Und die Kombi wurde abgetaut, um Strom zu sparen und weil das restliche Jahr das Teil ja ständig benutzt wird. Zum Mittagessen holte ich ausnahmsweise Pizza im Nachbardorf. Spart Essenreste und das Abspülen. Als Abendessen gab es einen Apfel, Kartoffelchips und Wienerle. Naja, die Vorräte waren diesmal etwas zu knapp bemessen. Dafür sparte ich mir, die Essensreste in einer Kühltasche mit zu nehmen.

Wie in einem anderen Beitrag gepostet, habe ich für Süßes und Saures zwei Wasserhyazinthenkörbe angeschafft und im obersten Regalfach verstaut. Ein paar letzte Reste von Süßkram bleiben also gleich im Korb. Dazu schmiere ich pro Person drei Semmeln mit Salamischeiben. Eine Flasche stilles Wasser vervollständigt die Brotzeit. Jeder bekommt in das Seitenfach der Autotür einen Pappbecher gesteckt. Im Idealfall etwas kleingeschnittenes Obst dazu essen.

Gegen trockene Münder kommt eine Rolle mit Kaubonbons in den Aschenbecher. Die vernichten wir bereits vor dem ersten Autobahnkreuz. Zum Glück verfügt jede Tanke über Nachschub an Bonbons.

Modul 2: Zwei Strandtaschen

Bei der Ankunft am Hotel auf der überfüllten Insel Rügen verdächtigen wir gemeinerweise Thorger, in die Hose gemacht zu haben. Es riecht so modrig. Nein, so „duftet“ der Naturstrand am Bodden. Das wunderbar blaue Meer hat Thorger erspäht und will umgehend baden. Generell ein schöner Zeitvertreib, falls man zu früh am Urlaubsort ankommt und warten muss, bis die FeWo oder das Zimmer beziehbar sind.

In der Strandtasche befinden sich für jeden der Badeanzug, ein Paar Flipflops, ein Handtuch und ein Shampoo. Die Sachen von meinem Mann packe ich in eine zweite Tasche (selten gebraucht). Thorger und ich sind die totalen Wasserratten und unsere Tasche war täglich im Einsatz.

Modul 3+4: Schuhe

Auf der Fahrt trägt die komplette Familie Turnschuhe mit Socken. Am sichersten, um ein Auto zu fahren und für jedes Wetter unterwegs gewappnet. Last Minute stecke ich die Hausschuhe in eine grüne Baumwolltasche, bevor wir losfahren. Tags zuvor packe ich eine beige Tüte mit unseren drei Paar Sandalen. Das sind dann alle Schuhe, die man für den Urlaub braucht. Und man erspart sich, bei der Ankunft am Ferienort die ganze Reisetasche zu durchwühlen, wenn jeder sofort seine Hausschuhe braucht.

Spezielle Schuhbeutel für den Koffer kann man sich so schenken. Einfach Tüten verwenden, die ihr habt und am besten in zwei verschiedenen Farben.

Modul 5: Regenjacken

Ein weiterer Baumwollbeutel darf während der Reise gleich im Auto bleiben und muss nicht mit in die Ferienunterkunft: Die Regenjacken. Mein großer Mann hat zusätzlich seinen Regenschirm zum Klappen, den „Knirps“ eingesteckt. Und für den kleinen Mann, Thorger, fügte ich eine Regenlatzhose und eine Wollmütze- da Kinder den Stoff der Regenjacke am Kopf als unangenehm empfinden – dem Modul hinzu.

Im Süden Europas kann es windig sein oder abends kalt werden. Da schaffen die Regenjacken ebenso Abhilfe.

Modul 6: Wickelzeug und Ersatzkleidung für Kind

Falls unterwegs ein Malheur passiert, habe ich in meinem blauen Lieblingsstoffbeutel mit Ankermotiv ein Set Ersatzwäsche verstaut. Außerdem einige Windeln, Feuchttücher, Wickelunterlage und Desinfektionstücher für den Toilettensitz. Während der Urlaubswoche blieb die Ankertasche für den Notfall im Kofferraum.

Modul 7: Reisetasche

Während der Autofahrt trägt jeder eine bequeme Leggings oder Jogginghose und anfangs am kühlen Morgen seine Fleecejacke. Eine ausgehfeine Jeans und eine kurze Hose für Ausflüge und Strandtage pro Familienmitglied verschwinden tags zuvor in der Reisetasche. Socken und Unterwäsche für jeden Reisetag gesellen sich dazu, also je sechs pro Person. Dagegen reichen für eine Reisewoche drei T- Shirts je Mann und ein einziger dicker Pulli. Für mich habe ich außerdem ein einziges Kleid einpackt, das ich zum Frühstück und gleich danach am Strand anhatte.

Meine ausführliche Reiseliste findet Ihr auf meinem Segelblog:

https://kerstinundsyshadow.wordpress.com/2015/05/05/hatte-ich-bloss-einen-lkw-gemietet-2/

Dank meiner sorgfältigen Wäscheplanung blieb in der Tasche sogar Platz für die Windelpakete. Wenn Ihr für einmal im Jahr keine Reisetasche aufheben wollt, könnt Ihr die Kleidung genauso in dünne, blaue, geruchsfreie Müllsäcke packen. Wird man zwar komisch angeschaut, aber so haben wir sämtliche Umzüge bewältigt.

Für die Schmutzwäsche steht ein großer Baumwollsack zur Verfügung, der im untersten Schrankfach im Hotelzimmer die Dreckwäsche aufsammelt.

Falls Ihr in einem Ferienhaus übernachtet. Viele Veranstalter bieten gegen einen geringen Aufpreis an, die Betten frisch zu beziehen. So braucht Ihr keine Bettwäsche im Reisegepäck mitschleppen.

Modul 8: Elektronik

Kameras, Handy, Tablet und Ladegeräte für die Akkus fanden einen trockenen Platz in dem Korb, den wir normalerweise im Alltag zum Einkaufen verwenden. Eigentlich wollten wir keinen portablen DVD- Player mitnehmen. Jedoch lud Thorger freudestrahlend seine Kinder- DVDs in den Einkaufskorb, als er sah, dass ich für den Urlaub packe. So nahmen wir den „Auto“- DVD- Player mit. Allerdings nicht für die Autofahrt, sondern für regnerische Tage, an denen der Aufenthalt in der Ferienunterkunft sonst lang werden kann.

Obendrauf stapelten sich Thorgers Lieblingsbuch, Thorgers Playmo- Gespenster, meine Urlaubslektüre, und Thorgers stabiler Duplohubschrauber.

Modul 9: Badezimmer

Früher kaufte ich extra für den Urlaub diese überteuerten Miniduschgels, Minizahnpasta, Mini Deos, usw.

Heutzutage räume ich einfach alle unseren aktuellen Sachen aus dem Badezimmer in einen Weidenkorb, in dem sonst Spielzeug eingesammelt wird. Den Korbboden lege ich mit etwas Küchenkrepp aus. Der Korb steht ab dem Abend vor der Abreise im Nachbarzimmer, der Küche. Wer seine Zahnbürste oder etwas anderes braucht, kann sie einfach entnehmen und wieder zurückstellen. Medikamente sind so auch leicht zugänglich.

Modul 10:  Überraschungsgeschenk

Natürlich bekommt Thorger zu jedem Zeugnis ein Geschenk. Egal, wie es ausfällt. Gut, dass er das nicht weiß.

Wir verreisten gleich in der ersten Ferienwoche. Somit überreichten wir ihm das Zeugnisgeschenk mit Verspätung bei Ankunft im Hotel. Auch ein guter Verstärker (Belohnung) für Kinder: Erst fahren wir Auto, dann geben wir Dir ein Geschenk.

Thorger freute sich riesig über das Haus der „Ghostbusters“ und spielte schön mit den Gespenstern.

Alternativ denkbar wären ein oder zwei neue Hörspiele für die Autofahrt, die elternfreundlich und somit leise auf dem Discman oder old-school auf dem Walkman angehört werden.

Für mich selbst suche ich beizeiten eine leichte Lektüre aus, die in der Ferienregion spielt. Das Buch lese ich vor Ort im Urlaub und freue mich vor dem Urlaub bei seinem Anblick im Regal.

Fazit

Individuelle weitere Module könnt Ihr nach Bedarf zusammen stellen. Zum Beispiel Eure Aquarellmalsachen, Eure Angelausrüstung, Eure unverzichtbaren Lieblingsteesorten, oder was Euch sonst im Urlaub fehlen würde.

Zum Verreisen braucht es kein stylishes Kofferset. Auch keinen Riesentrolley, in dem sich das Duschgel über die Kamera und frische Wäsche ergießt. Einfach in Modulen gleichartige Dinge zusammenfassen. So wie es für Euch am besten passt.

Schöne Ferien!

 

 

 

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Dienstagschallenge

Diese Woche hatte ich mal wieder einen echten Ritterkreuz- Auftrag vor mir. Der CD- Player im Auto weigert sich, die CD auszuspucken.  Nur mit einem fiesen Ton „Dö“ sagt er „CD Error“ und bei der Anwahl vom Player lügt mich das Teil frech an und sagt „No Media“.

So plärrt auf der Autofahrt meist das Radio fröhlich vor sich hin. Bis sich plötzlich die CD einschaltet und loslegt.

Das kann nicht angehen !

Mein erster Versuch war das Autohaus, die mir glatt einen neuen CD- Player andrehen wollten. Nee, das ist als ob ich ein neues Auto kaufen soll, weil der Aschenbecher voll (Bonbonpapiere) ist.

Nächste Anlaufstation ist die Filiale eines Reifenservice, die auch den TÜV und einfache Reparaturen macht. Sie lachen mich nicht aus, sondern schicken mich zum „RB“- Car Service weiter.

Der „RB“- Car Service schüttelt erst einmal entsetzt den Kopf: „Das dauert. Da muss ich das Radio komplett ausbauen. In einer halben Stunde schaffe ich das nie.“ Typische Automechaniker- Verhalten eben.

So wird das Problem dann drei Tage später behoben werden. Hoffe ich zumindest.

Und, so vor der Urlaubsaison… Wie schaut es bei Eurem Auto mit Öl oder Reifendruck aus?

 

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Minimalisten- Geburtstag

Meinen runden Geburtstag feierte ich mit Verwandten und Freunden im Nachbardorf beim Griechen im Biergarten.

Obwohl ich möglichst sinnvoll und wenig konsumieren möchte und meine persönlichen Gegenstände und Termine reduziere, finde ich einen Geburtstag ohne Geschenke einfach doof.

So beschloss ich, mir winterharte Farne für den Garten und Geld für die Bordkasse/ Reisekasse meines Atlantik- Segeltörns im Herbst zu wünschen. Die großzügigen Geldgeschenke würden sogar für einen dreiwöchigen Törn reichen. Danke an alle.

Die Farne pflanzte ich im Garten in Blickweite der Küche und habe nun eine bleibende Erinnerung an die Feier. Ich bekam sieben verschiedene Arten geschenkt, von denen einige neu für mich waren: Zartes Perlfarn mit gefiederten Blättern, grünes Regenbogenfarn „Metallicum“, Goldschuppenfarn „Cristata The King“ und Rotstieliger Frauenfarn.

Zum Thema Segeln wurden die Gäste sehr kreativ und schenkten:

-Kette mit silbernen Anhänger in Form eines Wasserstrudels

-Einen solar betriebenen Leuchtturm für den Garten

-Kissen mit Stickerei „Kerstin’s Lieblingsplatz“ und einem Abbild meines Segelbootes „Shadow“

-Fünf selbstgefaltete Papierdampfer mit einer Bastelanleitung und den Worten: „Die anderen xx Stück kannst Du selber falten“

-Aus Perlen handgemachter gefädelter Anhänger, der wie Shadow aussieht

-Buch über Segelreise „Das Haus, das in den Wellen verschwand“

-Maßangefertigter Stuhl mit einer Rückenlehne in Segelbootform

-Bodyspray zur Erfrischung an Bord (so ohne Dusche)

-Spardose in Schiffsform mit Schiffsnamen „MS Traumurlaub“

-Als Segelboot gefaltete Geldscheine, die auf meiner Atlantikroute segeln.

-Schale mit Sand, Muscheln, Teelicht in Segelbootform und als Segelboot gefaltete Geldscheine

Kuchenbuffet oder eine Feier daheim hatte ich mir erspart. Weder Kuchen backen bis in die Nacht noch ein Großputz im Haus standen auf dem Programm. Alles bequem und easy für mich !

Das Lokal baute im romantisch gelegenen Biergarten ein Buffet mit Vorspeisen und dreierlei Gyros auf. Die Gäste nahmen sich so viel sie wollten.

Zum Abschluss gab es Wassermelone und Joghurt mit Honig. Und Kaffee zum wach werden für die Rückfahrt.

Ein schöner Tag !

 

 

 

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Wohnzimmerschränke aufräumen

Die Babysitterin fuhr mit dem Sohnemann in das Schwimmbad. So hatten Jens und ich sturmfreie Bude.

Und was haben wir gemacht ? Die Wohnzimmerschränke geputzt. Davor hatten wir uns lange gedrückt.

Alles was in den letzten zehn (!) Jahren an Blumenvasen, Keramik, Tellern, Steinskulpturen Eintritt in unser Haus fand, verteilte sich auf die kinder- und katzensicheren Wohnzimmerschränken. Es sind zwei große Schränke mit abschließbaren Glastüren.

Die Aktion nahm beinahe drei Stunden in Anspruch. Denn es war erst einmal Vorarbeit nötig: Ablageflächen freischaufeln. Die Spielsachen wie Schleich- Dinos wurden abgestaubt und vom Couchtisch und Sideboard abgeräumt und das Kinderzimmer gebracht.  Die Katzen in den Garten ausquartiert.

Danach habe ich den kompletten Inhalt der Wohnzimmerschränke gereinigt und auf Sofa, Boden, Tisch und Sideboard gestapelt. Die leeren Schränke wischte ich sauber aus und versetzte ein Regalbrett nach oben, um ganz unten einsturzsicheren Stauraum für meine Fotoalben mit Papierabzügen der Bilder zu schaffen.

Leider ging die Zeit allmählich aus. Jens räumte seine Sachen und ich meine schnell ohne Ausmisten ein- hoffentlich nicht für die nächsten zehn Jahre. Wenigstens ist der Kram sauber und optisch ordentlich nach Kategorien einsortiert. Der nächste Schritt wird sein, ein paar ungenutzte Dinge zum Recyclinghof zu bringen. Als da wären: Abgebrochener Mastfuss aus Aluminium, leerer großer Bleiakku, große Plastiktüten,….

Und, wie viele Jahre nutzt Ihr Euren Wohnzimmerschrank ? Bestimmt könnt Ihr drei bis vier Teile daraus entsorgen, oder ?

 

 

 

 

 

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Fotos sortieren und archivieren

Inzwischen hat es sich bewährt, zweimal im Jahr die Fotos von den Speicherkarten zu archivieren.

  1. Jens Geburtstag, Weihnachten, Osterferien und Pfingstferien ist die erste Hälfte des Fotojahres
  2. Sommerferien, mein Geburtstag und Thorgers Geburtstag im Oktober bildet den zweiten Teil des Fotojahres

Bei der Archivierung gehe ich wie folgt vor. Dazu setze ich mich am liebsten mit einem Glas Wein auf die Veranda.

  • Alle Fotos von unseren vier Speicherkarten auf den Laptop herunterladen.
  • Die Fotos weiter aufteilen und in Unterordnern nach Jahr- Monat- Titel ablegen, zum Beispiel „2017_04 Waldwipfelweg St Englmar“.
  • Danach schaue ich die Bilder alle als Diashow an und lösche im Nachgang die verwackelten Motive und Bilder, auf denen wir blöd schauen, was natürlich äußerst selten vorkommt. 😉
  • Ich LIEBE meine Fotoalben mit altmodischen Papierabzügen. Dazu lege ich einen Ordner „Nachbestellung“ an. Und dort speichere ich die Bilder, die das Fotohaus auf Papier entwickeln soll. Die Abzüge für Eltern und Schwiegereltern von gemeinsamen Ausflügen speichere ich gleich zweifach oder dreifach ab. Dann brauche ich das nicht extra aussuchen.  Tipp von meiner Mutter: Acht Bilder pro Ausflug bestellen und auf einer Doppelseite mit je vier Bildern pro Seite im Album einkleben. Oder man klebt drei Bilder pro Seite ein und wählt analog nur sechs Motive oder gleich zwölf aus.
  • Als nächster Schritt werden alle Ordner mit Bildern auf einem Speicher- Stick abgespeichert.
  • Die Speicherkarten der Kameras werden gelöscht.
  • Die Bilder aus „Nachbestellung“ druckt das Fotohaus auf hochwertigen Fotopapier aus. Die anderen Ordner brenne ich in der Drogeriekette auf eine Archiv- DVD, was rund einen Euro kostet. Daheim habe ich keine Vorräte von leeren DVDs und Hüllen mehr. Und viele modernen Laptops haben sowieso kein DVD-Laufwerk.
  • Im letzten Urlaub habe ich die sämtliche Archiv- DVDs in einer Sammelmappe untergebracht, was mir eine Übersicht nach Jahren verschafft und den Wust von Papierhüllen etc. eindämmte.

Hier meine Tipps in verallgemeinerter Form:

  • Nehmt Euch zweimal oder dreimal im Jahr Eure Fotos und Filme vor und organisiert sie. Idealerweise im Urlaub- da hat man Muse für solche Aktivitäten.
  • Der Speicherplatz sollte immer derselbe sein. Und er sollte leicht wiederzufinden sein. Zum Beispiel auf Eurem Computer im Ordner „Bilder“ oder auf einer externen Festplatte, die Ihr ausschließlich als Bilderarchiv nutzt. Wie man eine Cloud verwendet weiß ich nicht, würde aber davon abraten, private Fotos auf quasi öffentlichen Speicherorten zu archivieren.
  • Löscht die Bilder von der Speicherkarte oder dem Orginalmedium (Handy, Tablet, …). So geht Euch der Speicherplatz dort nicht aus.
  • Bestellt bei Papierabzügen eine fest begrenzte Anzahl von Bildern, z.B. 6, 8,12 Papierbilder pro Ereignis. Oder ein Fotobuch pro Jahr: Meine Freundin bekommt jedes Jahr von Ihrem Mann zum Geburtstag ein Fotobuch mit ausgewählten Bildern des vergangenen Jahres geschenkt. Ein wunderschönes und liebevolles Geschenk, finde ich.

Und, welche Ideen habt Ihr für die Bilderflut ? Hinterlasst gerne einen Kommentar.

 

 

 

 

 

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Süßes oder Saures

In der Urlaubswoche folgte ich wieder meinem Motto: „Kerstin macht klar Schiff“. Thema: Süßigkeitenchaosfach.

Damit Thorger, mein Sohn, nicht mehr unkontrolliert nascht, hat Jens die Süßigkeiten und Chips in das zweit oberste Regalfach des Vorratsschrankes auf zirka 185 cm Höhe gestopft. Prinzipiell eine sehr gute Idee.

Nun sind sogar meine Arme zu kurz, um ohne Leiter in die Tiefen das Faches zu greifen. Fies. Außerdem waren die zwei Fächer Stauraum für gelesene Lieblingsbücher, Fahrradzubehör und ein paar Haushaltsgeräte. Was für ein Chaos.

Erst einmal habe ich den kompletten Inhalt der beiden obersten Fächer ausgeräumt, abgestaubt, auf der benachbarten Treppe zwischen gelagert, und die Fächer mit Glasreiniger sauber ausgewischt. Danach habe ich das Brett versetzt, um mehr Platz für das Naschwerk zu schaffen.

Den Radhelm habe ich im Kleiderschrank untergebracht, das Waffeleisen und den Stabmixer in der ehemaligen Süßigkeiten- Schublade in der Küche. Die Fahrrad- Lampen und -Schloss werden auf dem Flohmarkt verkauft und sind in die Flohmarktkiste im Keller umgezogen. Die Bücher wurden in das kleine, neue Fach gestapelt und drei Schinken als Flohmarktkandidaten identifiziert.

Für die Naschsachen habe ich zwei Kisten aus Wasserhyazinthe angeschafft. Süßes ist ordentlich in der einen Kiste und Saures (Chips, Salznüsse) in der anderen geschlichtet.

Daraus ergeben sich etliche Vorteile:

1. Übersicht: Vor dem Einkauf habe ich einen schnellen Überblick, was fehlt. (Meist Schokolade. Wer die wohl isst? Grins.)

2. Frische: Wir reißen nicht die dritte Tüte Gummibärchen auf, weil wir die anderen beiden in den Tiefen des Regals übersehen haben.

3. Raumnutzen: Es wird kein Stauraum verschenkt.

4. Limit setzen: Die ungesunden Süßwaren werden durch zwei Kisten in der Menge begrenzt. Denn was daheim ist, wird gefuttert.

Und, was könnt Ihr sortieren und neu organisieren ? Vielleicht gibt es bei Euch auch ein Chaos- Regal ? Nehmt Euch maximal zwei oder drei Fächer vor, damit es noch Spaß macht.

 

 

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