Dienstagschallenge: Ich will doch nur einen Kalender kaufen

Wenn ich über meine Erlebnisse beim simplen Kauf eines Kalenders nachdenke, wundere ich mich nicht, warum Amazon jedes Jahr mehr Kunden gewinnt und der Einzelhandel in manchen Innenstädten ausstirbt.

Am einem winterlichen Montag suchte ich eine Regensburger Reisebuchhandlung auf, um einen Kalender oder Bildband über Holland oder noch besser die Insel Texel zu kaufen. Sie haben nur Bla-bla- Kalender a la „Best of National Geographic“, „Naturwunder“, et cetera im Sortiment. Enttäuschung über die selbsternannte Fachbuchhandlung macht sich breit.

Gut (oder eigentlich schlecht), wird eben ein Texel- Kalender bestellt. Die Lieferzeit betrüge eine Woche und ich würde bei Eintreffen telefonisch informiert, wird mir mitgeteilt. Na toll, meine Freundin hat am Mittwoch Geburtstag. Bekommt sie eben einen Gutschein für ein Überraschungsgeschenk.

Nachdem eine gute Woche verstrichen ist, meldet sich niemand und ich rufe selbst die Buchhandlung an: „Ist der Kalender für xxx da?“ Raschel- raschel in den Büchern. „Nein, wir können ihn nicht finden.“ Wieder kein Geschenk dabei beim inzwischen zweiten Abend mit der Freundin.

Einen Tag später ruft der Buchhändler zurück: „Also, der Kalender war doch da. Wir haben ihn gefunden.“ Zu spät !!!

Zwei Wochen sind verstrichen. Extra in die Altstadt gefahren. In der Buchhandlung erwerbe ich zusätzlich für meinen Sohn ein Kinderbuch über Pinguine. Ich sage ganz klar: “ Der Kalender ist ein Geburtstagsgeschenk für meine Freundin. Das Buch ein Weihnachtsgeschenk für meinen Sohn. Können Sie bitte beides einzeln als Geschenke einpacken.“ „Eigentlich schließen wir in 7 Minuten.“ Genervt: „Packen Sie die Sachen eben schnell ein. Ich schaue derweilen Segelbücher an.“

Komme zurück zur Kasse. Es liegt EIN Geschenk in Weihnachtspapier auf dem Tresen. Ich bin ehrlich: „Ich hatte doch gesagt, es sind zwei Geschenke.“ Und man könnte sich auch denken, dass nicht eine Person ein Kinderbuch und einen Kalender über Texel bekommt. Grantle beim Gehen: „Sie sehen mich nie wieder.“

Will endlich den Kalender loswerden und fahre bei der Freundin vorbei. Doch es gilt das Sprichwort: „Hast Du Scheiße am Schuh, hast Du Scheiße am Schuh.“ Sie, ihre Kinder und selbst die Nachbarin sind nicht zu Hause und der Kalender passt NICHT in den Briefkasten. Grrrrrr.

Zwei Tage später bin ich wieder dort, habe jedoch vergessen den Kalender mitzubringen. Gibt’s nicht? Doch.

Rechnet man die Kosten von 3,40 Euro für zwei Parkhaustickets ein, wäre bei Amazon sogar die Versandgebühr von 3 Euro billiger gewesen, als in die sogenannte Fachhandlung zu fahren. Gegen Internetshopping spricht jedoch die unnötige Verpackung und Belastung der Umwelt durch die Abgase der Lieferwagen.

Weiterhin werde ich gerne in die Altstadt stöbern, kaufen und eben zukünftig eine andere Buchhandlung ansteuern.

Wo kauft Ihr Eure Weihnachtsgeschenke? Was bedeutet das für die Umwelt und regionale Wirtschaft?

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Entspannt durch den Weihnachtsstress

Hier mein Tipp für Euch, um in der stressigen Zeit um Weihnachten inne zu halten:

Jedes Mal, wenn Ihr eine Türklinke anfasst, atmet Ihr tief ein und aus.

 

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Wie ein eigenes Auto das Leben erleichtern kann

Die letzten zwanzig Jahre hatte ich kein eigenes Auto. Umgekehrt gesprochen hatten mein Mann und ich zu zweit ein Auto. Wir sind beide berufstätig und haben ein Kind. Mit etwas Koordination war das immer machbar. Wenn einer das Auto brauchte, fuhr im Sommer der andere mit dem Rad oder blieb zu Hause. Im Winter cruisten wir zusammen mit dem Auto in die Arbeit. Abends bummelte ich mit dem Zug in das Nachbardorf und mein Mann holte mich dort mit dem Auto ab. Ohne zu wissen, dass es Minimalismus gibt, lebten wir das Prinzip.

Seit Neustem (September) arbeitet mein Mann in einer weit entfernten Grundschule. Er muss um 7:00 Uhr losfahren, um ein fremdes, behindertes Kind im Auftrag des Arbeitgebers abzuholen und Punkt 7:45 Uhr im Klassenzimmer sein. Unser Sohn wird um 7:15 Uhr vom Schulbus aufgesammelt, auf den er noch nicht alleine warten darf. Somit kann ich erst um 7:20 Uhr losfahren. Jeden Tag bin ich zur Arbeit geradelt. Uff!

Letzte Woche überfroren die Straßen und Radwege. Am Samstag fiel der erste Schnee. Radfahren macht bei diesen Bedingungen keine Freude. Die ursprüngliche Alternative sollte sein, für die Winterwochen ein Mietauto zu nehmen. Doch bei 400 Euro pro Woche kämen in fünfzehn Winter- Eiskälte- Wochen 6.000 Euro Kosten pro Jahr zustande. So habe ich nach langem Zögern ein Zweitauto angeschafft. Einen sparsamen Kleinwagen, den putzigen Skoda Citigo.

Zum Blogslogan „Weniger Konsumieren“ passt ein Zweitauto zwar nicht. Jedoch, mit dem eigenen „Winterauto“ wird das Leben viel einfacher und komfortabler. Und hier gilt es für mich die Balance zwischen Geizkragen und Verschwender zu finden. Eben einen Mittelweg zu finden. Ich käme auch nicht auf die Idee, ohne Strom zu leben oder die Toilette nicht mehr zu spülen.

Es läuft daraus, dass ich dank Auto mehr Freizeit und Komfort haben werde:

  • Trotz Regen trocken in der Arbeit ankommen
  • Kuchen ohne Mietwagen und außerhalb der Ferien in die Arbeit mitbringen
  • Fahrten zum Recyclinghof werktags statt am Wochende erledigen
  • Getränke einkaufen ohne vorherige Planung
  • Eine Stunde früher zu Hause als vorher
  • Doppelt so schnell beim Segelboot sein als mit Bus und Zug
  • Spontan freitags auf dem Boot übernachten können, ohne dass der Partner auf das Auto für die Wochenendeinkäufe wartet
  • Nicht mehr daheim sitzen müssen, wenn der andere mit dem Auto für ein Wochenende unterwegs ist

Könnt Ihr Euer zweites Auto verkaufen? Was würdet Ihr mit dem gesparten Geld unternehmen?

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Minimalismus EXTREM: Zu siebt auf 5 qm für zwei Wochen

Die letzten beiden Wochen habe ich mich freiwillig einer extremen Situation ausgesetzt. Dieses Set-up würde wohl kein Psychologe gut heißen: Zu siebt auf 5 qm für zwei Wochen !

Nein, zu Big Brother würde ich nie wollen. Vielmehr habe ich zwei Wochen Urlaub auf einem Segelboot verbracht.

Die Skipperin Mona und wir sechs Gäste oder „Matrosen“ überführten eine wunderschöne Segelyacht von Spanien Festland (Nähe Malaga) auf die Kanarischen Inseln (Lanzarote). Deswegen segelten wir 24 Stunden pro Tag und das sechs Tage und Nächte lang.

Jeder Gast hatte eine eigene Koje als Rückzugsort. Da ich die anderen Mitreisenden vor der Reise nicht kannte, habe ich ein Doppelbett für mich alleine gebucht. Vor diesen zwei Kojen (Doppelbett) befindet sich ein halber Quadratmeterfläche und dahinter eine Tür. Anfangs schlossen wir noch die Türen. Doch schon ab dem zweiten Reisetag wollte jeder mitbekommen, was die anderen gerade machen und frische Luft sicherstellen. So blieb meine Tür Tag und Nacht offen.

Auf den in der Überschrift erwähnten 5 Quadratmetern spielte sich das Bordleben ab. Kochen, Essen, Karte ausbreiten. Auf der großen Salonbank rund um den Tisch fanden wir alle Platz.

Nach wie vor staune ich, dass es auf der Reise keinen Streit gab. Die Skipperin hatte als studierte Sozialpädagogin ein besonders gutes Händchen dafür, Konflikte schon im Keim zu ersticken.

Warum passt das Thema zum Minimalismus- Blog ?

Auf der kleinen Fläche, mit keinerlei Möglichkeiten zu Konsum oder Ablenkungen, ist es gelungen, einen wunderbaren Urlaub zu verbringen. Kein einziges Mal kam mir der Gedanke, dass etwas fehlt.

Die Stunden und Tage verschwammen. Endlich keinen einzigen Termin und Zeit, stundenlang auf den Horizont zu starren und nach Delfinen Ausschau zu halten. Wieder zu Hause fühlte ich mich, als wäre ich in eine dicke Schicht aus Watte gepackt.

Das Schiff machte erstaunlich laute Geräusche beim Segeln. Das Wasser rauschte am Rumpf tosend vorbei. Die Holzschränke knarrten und ächzten in jeder Welle. Trotzdem fühlten sich alle von der „Schichtarbeit“ (4 Stunden Steuern und Ausguck halten- 8 Stunden frei- 4 Stunden Steuern und Ausguck halten- 8 Stunden frei- 4 Stunden Steuern und Ausguck halten- 8 Stunden frei- 4 Stunden Steuern und Ausguck halten- 8 Stunden frei…) ab dem zweiten Tag auf See glücklich müde und erschöpft. Eine angenehme Ruhe kehrte ein.

Die Reise ist der Beweis, dass es möglich ist, mit geringen Mitteln glücklich zu sein.

 

 

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Simplify your Briefe

Auch in den Zeiten von papierlosen E- Mail- Verkehr flattert doch einiges an Briefen auf Papier in das Haus.

Hier habe ich folgende Methoden gefunden, um die Kommunikation zu vereinfachen. Stilvoll geht anders, dafür geht es so einfach.

Erste Methode:

Direkt auf das empfangene Schreiben kritzle ich mit Kugelschreiber meine Antwort darauf.

Wenn ich z.B.  ein beglaubigtes Zeugnis zusenden soll, dann schreibe ich direkt auf den erhaltenen Brief: “ Sehr geehrter Herr X, anbei das gewünschte Zeugnis. Mit freundlichem Gruß, Kerstin XYZ.“ Und das Zeugnis lege ich bei.

Der große Vorteil dieser Methode ist, dass das Anschreiben das Haus wieder verlässt und sich keine unnötigen Papierstapel bilden können. Außerdem spart man umweltfreundlich Papier.

Zweite Methode:

E- Mail ausdrucken und in das Kuvert legen.

Z.B. bekomme ich per E- Mail die Aufforderung , ein Rezept vom Arzt einzuschicken. In diesem Fall drucke ich das E- Mail aus und versende es wieder mit Kugelschreibergekritzel analog zur ersten Methode.

Welche Ideen habt Ihr dazu ?

 

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Challenge für September Teil 4 von 4: Donau so vielfältig (und auch in blau)

Durch Zufall hat sich das Foto- Motto für die letzte Septemberwoche ergeben: Die Brücken an Naab und Regen. Natürlich wie immer auf meinem Arbeitsweg abgelichtet.

Am Freitag der Vorwoche musste ich einer Demo ausweichen und machte einen Schnappschuss der Steinernen Brücke. O- Ton meiner Cousine: „Also, da finde ich die Alte Mainbrücke in Würzburg viel schöner.“

Und am Montag zeigte sich ein prächtiger Sonnenaufgang über der Holzbrücke für die Fussgänger nach Mariaort.

Morgens verhüllen sich die Brücken im Nebel. Dafür strahlen sie in der Abendsonne umso mehr.

Zum Abschluss meiner Fotochallenge habe ich doch noch eine Art Fischreiher vor die Linse bekommen. Er konnte mir hinter einem Zaun nicht entkommen. Sogar eine neue Gattung: den Metallreiher. 😉

Zu den Brücken:

  • Der Eiserne Steg führt zur Wöhrdinsel
  • Die Donau von oben von der Osttangente gesehen
  • Ohne Brücke- aber dafür Donau soooooo blau
  • Mariaorter Fussgängerbrücke
  • Zugbrücke bei Kleinprüfening- spielt „Fog- Nebel des Grauens“ nach
  • A93 Autobahnbrücke unverhüllt häßlich
  • Nochmal A93 von unten. Diesmal im milden Abendlicht.
  • Radlerbrücke neben der A93 (2 Bilder)
  • A93 – die Dritte. Diesmal ganz mystisch im Morgennebel.
  • Brücke am ehemaligen Donaumarkt. Mit Schaufelraddampfer.
  • Und pur.
  • Zum Abschluss der Brückenbilder der Brückenheilige St. Nepomuk bei Mariaort.
  • Neue Art entdeckt: „Metallreiher Kerstinsensis“

 

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Challenge für September Teil 3: Donau so vielfältig (und auch in blau)

Die Mottos der letzten Woche: Neue Inseln entdeckt, Regenwetter getrotzt und an Fotosafari gescheitert.

Zu meiner eigenen Überraschung habe ich eine neue Donauinsel entdeckt. Vor der großen Donauinsel bei Mariaort trotzt ein kleiner Felsen mit Bäumen den Wassermassen. Die Insel war mir nie aufgefallen, obwohl ich täglich daran vorbei rauschte.

An zwei Tagen schüttete es und die Kamera blieb im Trockenem. Ich selbst dagegen kämpfte mich zur Arbeit durch.

Schon in der Vorwoche war mir ein wunderschöner Fischreiher aufgefallen, der im Abwasserkanal vor Winzer nach Fischen jagt. Mein erster Versuch war eine prompte Vollbremsung mit quietschender Bremse, was den Vogel aufschreckte. Er flog davon. Der nächste Versuch: Ganz langsam fahre ich am Fischreiher vorbei und halte in rund 10 Meter Abstand. Der Vogel schaut interessiert zu mir herüber und bleibt stehen. Als ich die Packtasche öffne, um die Kamera heraus zu holen, floh er wieder. Daheim habe ich im Vogelbestimmungsbuch nachgelesen, dass die Fischreiher total anspruchslos sind. Sie können in Süßwasser und Salzwasser überleben und das auch ganzjährig, wenn das Gewässer nicht zufriert. Sie fressen total gerne Mäuse und nicht nur Fische.

Erkenntnis der Woche 3: An mir ist kein Tierfotograf verloren gegangen.

Idee für Euch: Haltet diese Woche die Augen nach einem Wildtier offen und lest etwas über es nach. Das Gehirn liebt es, Neues zu lernen und sogar die Zeit vergeht langsamer.

Bildtitel:

  • Hagebutten am Abwasserbecken der B8
  • Herbstfarben
  • Da konnten sich die Betonbauer mal austoben. Die kurvenreiche Autobahnauffahrt zur A93.
  • Die große Donauinsel vor Mariaort. Einen Teil der Insel hat der Bund Naturschutz gekauft und re- naturiert. Der Rest wird landwirtschaftlich genutzt.
  • Neu- Entdeckung: Die kleine Donauinsel.
  • Drei Mal Abendstimmung auf der großen Donauinsel.
  • Schwanensee. Die Schwäne kommen zum Überwintern in die Naab.
  • Warmwassernebel an der Naabspitz.
  • Immer aktuell: Halt‘ Deine Donau sauber !
  • Sperrseil vor dem Wasserkraftwerk.
  • Sonnenblumen- Lichtblicke im nebeligen Herbst

 

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