Tagebuch für Bargeld- Ausgaben

Seit zwei Monaten führe ich ein „Tagebuch“ bzw. Haushaltsbuch über sämtliche meiner Ausgaben in Form vom Bargeld. Smartphone- Besitzer können gerne eine App verwenden. Ich mit meinem „Rentnerhandy“ habe einen hübschen Dinosauriermotiv- Zettel aus Papier im Geldbeutel und einen Kugelschreiber in der Handtasche.

So gehe ich vor:

Auf dem Papier notiere ich umgehend, wenn ich Bargeld ausgegeben habe und zwar auf ganze Euro gerundet. Zum Beispiel: Butterbreze für 1,20 Euro = 1 Euro, Wasser für 0,80 Euro = 1 Euro. Die Summe geht bis auf 1-2 Euro bei 100 Euro auf.

Gleichzeitig habe ich angefangen, im Supermarkt oder Drogeriemarkt selbst kleine Beträge immer mit EC- Karte zu bezahlen. Somit habe ich einen besseren Überblick über die Ausgaben, da der Betrag auf dem Kontoauszug erscheint und die Anzahl an Bargeldzahlung wird minimiert.

Das ist gut an der Führung eines „Haushaltsbuches“:

  • Ausgaben künftig meiden: Sieht man schriftlich, was man „verschwendet“ hat, denkt man über künftiges Geldausgeben genauer nach. Beispiele: McDoof. Man kann sich vor Augen halten, wie viel Arbeitszeit und Lebenszeit man gegen ein Happy Meal eintauscht.
  • Unbekannte Löcher im Sparstrumpf: Mir ist aufgefallen, dass fast ein Hunderter pro Monat für samstägliche Besuche im Cafe zusammen mit der Familie draufgeht. Dieses Ritual möchte ich weiterhin pflegen.
  • Bewusstsein: Ich überlege besser, ob ich wirklich konsumieren möchte oder lieber auf diese oft unnötige Geldverschwendung verzichte. Aktuell und im Vormonat gab ich nur noch die Hälfte an Bargeld aus wie zwei und drei Monate vorher. Liegt natürlich zum Teil daran, dass ich mehr mit EC- Karte bezahle statt bar.

Folgende Alternative scheiterten:

  • Wöchentliche Kontoauszüge: Wenn man kontrolliert, wie viel Geld ausgeben hat, spart man rein gar nichts. Zu spät! Lösung: Einen festen Betrag pro Woche als Budget planen und damit zu Recht kommen. Beispiel: 30 Euro pro Woche.
  • Schätzungen: Zu erraten, wofür das Bargeld monatlich verschwindet, klappte nicht. 100 Euro fehlten jeden Monat in meiner Schätzung. Eine überschlagsweise Rechnung  funktioniert erst, nachdem man mehrere Monate die Realität aufgeschrieben hat.
  • Möglichst viel bar zahlen: Manche Ratgeber schlagen vor, möglichst viel bar zu zahlen, damit man spürt, wie das Geld weniger wird. Hat bei mir nichts gebracht.

Und, welche Ideen fallen Euch ein?

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Fränkisches Surf and Turf

Diese Woche habe ich das Pausenbrot für meinen konsumfreien Mittwoch richtiggehend zelebriert. Am Vorabend kochte ich endlich den Spargel und briet Bärlauch- Bratwürste. Beides fränkische Spezialitäten, die mir Mama am Wochenende geschenkt hatte. Einen Teil der Bratwürste aßen wir zu Abend, den Rest gab es kalt an nächsten Tag.

Den Spargel hatte ich zu einem Salat kleingeschnitten und darüber anderthalb kalte Bratwürste verteilt. Ein Kollege kommentierte neidisch:  „Lecker, ein fränkisches Surf and Turf.“  Nur mit Erde und Land statt mit Meer und Land.

Daraus könnt Ihr Folgendes lernen: Ein liebevoll zubereitetes „Pausenbrot“ für Eure Mittagspause im Büro versüßt Euren Tag. Es hat mir Spaß gemacht, das Essen zuzubereiten.

Einen anderen Kollegen erzählte ich von meinem konsumfreien Mittwoch und dass ich dadurch 5 Euro (Ersparnis für Kantine und zwei Kaffee) x 40 Arbeitswochen = 200 Euro pro Jahr spare. Das hat ihn begeistert.

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Seife statt Duschgel

Wieder ist ein Mittwoch ohne Geldausgeben vergangen. Es heißt ja, dass man sich in 14 Tagen an neue Verhaltensweisen gewöhnt. Bei mir hat es etwas länger gedauert.

Mein Patenkind hat mir zu Weihnachten eine handgemachte Lavendelseife geschenkt und eine gut abgehangene Rosenseife hat sich auch in meinem Schrank gefunden. Diese Seifen nutzte ich seit Januar anstelle von Duschgel. Bemerkenswert wie lange so ein Seifenstück überdauert, nämlich drei Monate, und erfreulich, dass keine umweltschädliche Verpackung anfällt. Nur beim Shampoo werde ich bei meiner Lieblingssorte bleiben, die in Plastikflaschen verkauft wird.

Welche Ideen fallen Euch ein, um Verpackungsmüll zu reduzieren ?

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Putztipp: Der Buchstabe „L“

Der konsumfreie Mittwoch hat sich inzwischen eingespielt. Nach der halben Stunde Mittagspause „Yoga am Mittag“ futterte ich das mitgebrachte Pausenkäsebrot und zwei Möhren auf. Einen Apfel hatte ich ebenso dabei, denn Äpfel sind gut für die Stimme und der ideale Snack, wenn man wie ich geschäftlich viel telefonieren und sprechen muss.

In einem Magazin habe ich einen total simplen und genialen Trick zum Putzen gelesen: Immer in Form eines L wischen.

Die meisten Frauen und Männer wischen das Cerankochfeld, Kachelofen, Couchtisch oder alles, was eckig ist, in Kreisbewegungen ab. Kaum scheint die Sonne auf die geputzte Oberfläche, fallen die klebrigen Kochfeldecken oder staubigen Tischecken auf.

Wie gewohnt putze ich in kreisförmigen Bewegungen. Zum Abschluss wische ich mit Schwung ein großes L und danach ein L, das auf dem Kopf steht und die fehlende Ecke abdeckt.

Dabei denkt Ihr an positive Wörter mit L: Liebe, Lebensfreude, Lolli, Lieblingsmensch, Leckereien,… und das lästige Saubermachen geht Euch viel, viel leichter von der Hand.

Probiert es aus? Was sind Eure Putztricks? Hinterlasst einen Kommentar.

 

 

 

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Hemden- Ausmisten für Männer

Eines weiß ich sicher: Echte Männer haben das Wort „Vielleicht“ nicht in ihrem aktiven Wortschatz. Für sie gibt es nur ein klares „Ja“ oder vielmehr ein klares „Nein“.

Diesen Umstand mache ich mir zu Nutze als ich mit meinem Ehemann auf seinen Wunsch hin seine Hemden und T- Shirts aussortiere. Das ist eine weitere Erkenntnis aus Jahren des Minimierens: Der Partner sollte nie zum Ausmisten überredet werden, sondern von Euch inspiriert werden.

Die 50 Teile habe ich in drei etwa gleich großen Stapeln auf einer Kiste neben dem Bett zwischengelagert. Um der Aktion eine „sportliche“ Note zu geben- Männer lieben Leistungsdruck- stelle ich den Küchenwecker auf 15 Minuten. Die maximale Zeit für die Sortieraktion.

Der erste Stapel kommt in die Bettmitte. Ich halte immer ein Hemd hoch und Jens entscheidet, was damit passiert.

Es gibt zwei Kategorien. Ganz einfach: „1. JA“ (wird behalten) und „2. NEIN“ (wird gespendet). Frauen greifen am liebsten zur dritten Kategorie „3. VIELLEICHT“ (kann mich nicht entscheiden) und stopfen wieder alles in den Schrank.

Vom ersten „Arbeitspaket“ dürfen die meisten Shirts bleiben, denn was man gerne anzieht liegt logischerweise oben auf dem Schrankfach.

Bei Nummer 2 und Nummer 3 höre ich: „Wusste gar nicht, dass ich das noch habe.“ „Passt mir nicht.“ „Was ist da für ein Motiv auf der Rückseite?“ Konsequenterweise kommt das Meiste auf den Stapel für die Kleiderspende.

Verrückt! Nach sieben Minuten ist alles sortiert! Auf dem Weg in die Stadt landet der Müllsack sofort im Kleiderspendencontainer.

Legt los! Der Sommer kommt! Nehmt Euch nach der gleichen Methode Eure kurzärmeligen Shirts und Blusen vor.

Viel Spaß, Mädels!

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Leitungswasser trinken

Folgende Erkenntnisse habe ich heute vom konsumfreien Tag mitgenommen.

Leitungswasser schmeckt gut. Hatte vergessen, Mineralwasser von daheim mitzubringen. Der Kasten ist um Auto und das Auto in der Werkstatt. So habe ich einfach die vorhandene leere Wasserflasche mit Leitungswasser aufgefüllt.

Schokolade von daheim in die Arbeit mitbringen. Dem ungesunden Heißhunger auf Süßes am konsumfreien Nachmittag habe ich nachgegeben. Von daheim hatte ich zwei Minitafeln Schokolade mitgebracht. Das sollte ich auch an anderen Wochentagen so handhaben. Wieso? Im Kiosk gibt es nur große 100 Gramm- Tafeln und sie kosten das Doppelte wie im Supermarkt.

Außerdem brachte ich eine weitere Kleiderspende zum Container. Meine alte Softshell- Jacke wollte ich über den Firmenflohmarkt verkaufen. Vergeblich. Sie wurde daher gespendet und eine Jeans, die nicht passt, kam gleich dazu. Neue Softshell- Jacke und neue Jeans hatte ich schon im Kleiderschrank. Dann können die alten gehen.

Letzte Woche begann ich mit einem Zettel, auf dem ich Euro- genau notiere, wofür ich mein Bargeld ausgebe.  Aktuell konsumiere ich dadurch weniger. Beispiel: Auf Ausflug 3+ 4 Euro bei McDoof verschwendet. Viel Geld für einen Kaffee (3 Euro) und zwei kleine Burger (4 Euro) für eine einzige Person. Für denselben Betrag kann ich für vier Leute etwas Leckeres kochen. Das Zettelchen funktioniert wie bei den Diäten, bei denen man weniger isst, wenn man jedes Essen aufschreiben soll.

Probiert das „Haushaltsbuch“ doch einmal für eine Woche aus! Wie ergeht es Euch dabei?

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Putzmittel minimieren

Schlendert man durch einen Drogeriemarkt, kann man den Eindruck gewinnen, dass man ein eigenes Zimmer im Haus für die Putzmittel braucht.

Zählt ehrlich nach! Habt Ihr auch 20- 30 Flaschen und Dosen Putzmittel im Haus?

Das muss nicht sein.

Inzwischen habe ich die Anzahl meiner Putzmittel auf NEUN reduziert. Jegliche flüssigen Mittel – bis auf das täglich benutzte Spülmittel und den Glasreiniger- bewahre ich kindersicher im Keller in einer mit Clips verschlossenen Plastikbox auf. Gleichzeitig habe ich dadurch einen praktischen Überblick, was vorhanden ist und finde das benötigte Mittel auf Anhieb.

Theoretisch gibt es natürliche Alternativen zu den Putzmitteln, z.B. mit verdünnter Essigessenz Fenster und Bad zu putzen. Die Herstellung und Kauf der Behälter ist mir persönlich zu umständlich. Ich kaufe Reiniger und Waschmittel von einer Biomarke, die darauf achtet, Rohstoffe aus europäischen Anbau zu verwenden, und deren Tenside für unsere Kläranlage biologisch abbaubar sind.

Geschirrspülmaschine: 1. Geschirrpulver (billiger und sparsamer als Tabs), 2. Salz, 3. Klarspüler

Waschmaschine: 4. Woll- und Feinwaschmittel 30-60 Grad, 5. Entkalkungstabletten (je nach Region könnt Ihr darauf verzichten)

Fleckentferner: 5. Gallseife oder Spülmittel

Bad : 6. Weißer Stein/ Putzstein/ Putzpaste = kindersicheres Mittel für Waschbecken, WC und Armaturen, 7. WC-Reiniger

Küche: wieder Weißer Stein/ Putzpaste für Waschbecken, Armaturen, Cerankochfeld, Backofen und Arbeitsplatte, 8. Spülmittel

Wohnzimmer und Schlafzimmer: 9. Glasreiniger. Diesen fülle ich in eine Sprühflasche um und putze alle Oberflächen aus Glas, Laminat und lackierten Holz. Eigentlich das ganze Haus.  Fast jeden Abend putze ich stark benutzten Flächen in fünf Minuten wie folgt sauber: Zuerst fege ich mit Handfeger und Schaufel die Tische und Böden sauber. Die Tische und Kachelofen sprühe ich mit Glasreiniger ein und Wische Staubreste und Fettflecken mit einem Putzlappen weg. Mit diesem „feuchten“ Lappen wische ich anschließend Waschbecken und WC täglich ab. Man beachte die Reihenfolge 😉 Fertig. Der tolle Effekt: Das Haus sieht morgens sauber aus und der Start in den Tag ist angenehm.

Und, habt Ihr weitere Ideen, wie man weniger im Bereich „Putzen“ konsumieren kann? Hinterlasst einen Kommentar.

 

 

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